Technik im Wäschekeller

Ursprünglich hatte ich mir eine schöne, heimelige Waschküche vorgestellt, in der ich gerne die Wäsche wasche und lege - also gerne und viel Zeit verbringe.

Schnell wurde jedoch klar, dass in dem Raum auch noch die Haustechnik ihren Platz finden muss. Naja, sollte doch kein Problem sein eine Heizung, einen Wasseranschluss und die Saugeranlage dezent mit reinzuquetschen, oder?

Leider habe ich mich da total verschätzt. Denn so eine Heizung ist, wie bereits erwähnt, riesig und leider benötigt sie ebenfalls etwas Abstand zur Wand, damit man(n) im Notfall dahinter Sachen aus- und einstecken kann. Somit stand die Heizung im Plan also nicht schön im Eck, sondern fast schon mitten im Raum. Gut, damit kann man leben, dachte ich damals. Denn schliesslich wurde die Luftwasserwärmepumpe in Prospekten angepriesen wie ein schönes Möbelstück: leise, dezentes Design, etc. Halt, als könnte man sie überall im Haus stehen haben. Aber bereits bei der ersten Besichtigung der Austellhäuser bei WeberHaus kamen erste Zweifel auf. Denn dort kamen aus den Heizungen riesige Rohre, viele kleine Rohre und Anschlüsse - ein Labyrinth aus glänzendem Metall und schwarzen Schläuchen. Google Bilder bestätigte es leider. Ok, damit kann man schon irgendwie leben, dachte ich mir weiterhin. Denn das Chaos an Anschlüssen beschränkte sich meist auf einen geringen Umkreis um die Heizung herum, im zugewiesenen Eck eines Raumes.

Auf den Plänen unseres Hauses hatte ich bereits die vielen Löcher in der Decke gesehen und ich wusste, dass sie alle notwendig waren, jedoch konnte ich mir nicht genau vorstellen, wie es am Schluss aussehen würde, bzw. war ich bei einem Lüftungsschlitz ziemlich in der Mitte des Raumes sicher, dass hier Luft abgezogen werden würde. Irrtum. Und meine ganzen Irrtümer und Falscheinschätzungen wurden mit jedem Tag, an dem in meiner Waschküche gearbeitet wurde, sichtbarer.

Nun zeige ich euch gerne das Endergebnis:

IMG 9431

Sieht alles andere als heimelig aus, nicht wahr? Und mein Plan, in der Mitte des Raumes eine Wäscheleine zu spannen, ist auch dahin. Nun ja. (Ein Glück gibt es Plan B: Wäscheständer und Wandwaschetrocker)

Wenn man so verzweifelt ist wie ich, greift man zum aller letzten, kitschigsten Strohhalm. Und so habe ich Farbe und eine Lampe eingekauft:

IMG 9414 Lampe

Ja, es wird ein richtig kitschiger Raum! Und die ganzen Wasserrohre links neben der Türe werde ich hinter einem schönen, weissen Vorhang verstecken. Schnörkelige Schriftzüge an der Wand und Bilder sind auch bereits geplant.

Ich möchte doch nur meine Wäsche machen können und mich dabei etwas wohl fühlen, wenn ich doch schon so viel Zeit in dem Raum verbringen werde. seufz

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