Geometrischer Fund

Es ist soweit, der Keller soll kommen und damit als erstes die Bodenplatte. Zu diesem Schritt gehört, dass der Geometer ein Schnurgerüst abnimmt und dem Kanton schriftlich mitteilt, dass alle Masse (Höhenmeter, Position, und Aussenmasse der Bodenplatte) stimmen.

Leider erhielten wir heute die schlimmste aller bisherigen Botschaften: Unsere Höhenmeter stimmen nicht! Wie kann soetwas passieren? Wir wissen es bis heute nicht genau! Als erstes sprachen wir einen Baustopp aus und riefen umgehend auf dem Bauinspektorat an. Die für uns zuständige Person war in den Ferien, die Stellvertretung nicht da und jemand anders, der für uns zuständig sein könnte, gerade in einer Sitzung. Nach mehrfachem Beharren, wurde diese dritte Person endlich aus der Sitzung gerufen. Man hörte ihm an, dass er darüber nicht glücklich war. Aber was sollten wir machen?! Es eilte! Nach dem Erläutern der Situation wurde uns erklärt, dass es gut war, dass wir uns umgehend gemeldet hätten. Er gab uns die Genehmigung, dass wir weiterbauen dürften, unter gewissen Bedingungen: Unterschriften aller Nachbarn, dass es für sie ok sei, dass wir nun höher als geplant lägen und ein neues Baugesuch! -grrrrrr Alles nur das nicht!

(Hätten wir uns nicht gemeldet und einfach weitergemacht, hätte der Kanton wohlmöglich einen Baustopp ausgesprochen, der dann aber einiges länger gegangen und teuer geworden wäre.)

Zurück zum ursprünglichen Problem: Wir haben im 2014 unser Grundstück vermessen lassen. Auf dem Höhenkurvenplan waren sehr viele Grenzsteine eingezeichnet, die unser Grundstück abstecken sollten. Einige davon konnten wir nicht finden, da sie zu sehr im Hang steckten. Aber ein paar wenige fanden wir tatsächlich. Für unsere Baupläne benötigten wir einen Grenzstein als Fixpunkt. Da der Vermessungspunkt der Firma, die die Höhenkurve erstellt hatte, über 20 Meter weit weg lag vom Haus, wurde entschieden, den Grenzpunkt zu nehmen, der möglichst nah am Haus und zudem noch genau auf einer Höhenlinie lag. Wir überprüften diesen Punkt noch visuell und er schien am richtigen Ort zu liegen und der Hang drum herum entsprach ziemlich genau den Linien im Plan. Diesen Punkt gaben wir also überall als Fixpunkt an.

Was nun aber heraus kam war, dass der Punkt in Wirklichkeit 30cm höher lag, als auf dem Plan eingezeichnet. Nachfrage bei dem Unternehmen: Es gab genau an diesem Punkt keinen direkten Messpunkt, die lägen alle drum herum, es wurde nur interpoliert und da müsse man halt mit Differenzen rechnen. ...dass diese Differenz mit 30cm zu gross sei um akzeptiert zu werden, wurde zwar eingestanden, man weigerte sich jedoch weitere Schuld auf sich zu nehmen oder gar die dadruch verursachten Mehrkosten zu übernehmen. Und die Messpunkte, welche alle weniger als einen Meter um den Grenzstein herum lagen, würden alle stimmen. (Wer's glaubt. Aber das kann man nach einem Aushub leider nicht mehr nachweisen!)

Da wir schnell entscheiden mussten (der Betonmischer stand schon bereit, Rohre waren bereits verlegt, Untergrund vorbereitet und Schnurgerüst fertig), entschieden wir uns dafür, halt weiter zu machen, als sei nichts und das gewünschte Baugesuch halt noch einzureichen. ...darin sollten wir ja inzwischen Übung haben!

Was das für Auswirkungen haben würde, wusste nicht da noch nicht, wir konnten sie nur erahnen. (steilere Einfahrt, steilerer Hang, höhere und eventuell zusätzliche Mauern, etc.) Aber alle anderen Massnahmen wären halt sehr viel teuer geworden (im nicht gerade tiefen fünfstelligen bereich) und hätten den kompletten Zeitplan um WOCHEN nach hinten verschoben. ...wegen ein paar cm Höhe weniger?! Nee!

Hoehenkurven mitGebaeude Masse Parz115Bennwil

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